Die bekannsteste kostenlose Alternative zu den MS-Office Paketen ist zweifellos Libre Office, der Nachfolger von Open Office. Gut, Nachfolger ist nicht ganz richtig, weil es Open Office noch weiter gibt, aber viele Entwickler scheinen auf Libre Office umzuschwenken. Die Zukunft von Open Offcie scheint daher ungewiss. Die Funktionen und das Design sind aber fast identisch.
Libre Office ist eine freie Open Source Software und ist daher kostenlos im Gebrauch. Außerdem können sich Software-Entwickler an der Entwicklung der Software beteiligen, oder auch Erweiterungen (Templates) programmieren. Die Software habe ich mir auf den PC geladen und getestet. Die Dokumentation steht (noch) größtenteils in englischer Sprache als PDF Download Files zur Verfügung.
Eignet sich das Programmpaket von Libre Office als Alternative zu Office 2013 bzw. Office 365 ?
Das Herunterladen der knapp 200 MB von der Homepage des Herstellers und die Installation verlaufen unproblematisch ab. Nach der Installation stehen sechs verschiedene Programmmodule zur Verfügung. Im einzelnen sind das ein Text-, Tabellen-, Präsentations-, Zeichen-, Datenbank- und Formelmodul.
Ein E-Mail Modul, das MS-Outlook ersetzen könnte steht leider nicht zur Verfügung.
Das Design des Text- und Tabellenmoduls, (genannt Writer und Calc) erinnert stark an die Oberfläche von MS Office 2003 bzw. an Open – Office. Die neue Bedienstruktur der Version 2010 bzw. 2013 sucht man vergeblich, was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muß. Umsteiger von Office 2003 finden sich hier schneller zurecht, als in den neuen Bedienstrukturen von MS Office 2010/2013. Auch das Präsentionsmodul, (genannt Impress) erinnert stark an MS-Powerpoint 2003, die zahlreichen Vorlagen wie Tabellen, Layouts und Animationsmöglichkeiten gefallen mir gut.
Das Zeichenmodul (Draw) erinnert mich so an eine Mischung aus MS-Publisher und MS- Draw mit einem durchaus üppigen Funktionsumfang. So ist es möglich, einzelne Folien zu erstellen, Audiodateien einzubinden und neben dem Export in alle üblichen Grafik-Formate ist auch der Direktexport ins PDF Format möglich. Der PDF Export ist übrigens in allen Modulen möglich.
Das Datenbankmodul (BASE) unterstützt erfreulicherweise einige Datenbankformate wie MySQL, PostgreSQL, Microsoft Access oder die in BASE integrierte HSQL-Datenbank. Der Bedienung erinnert wiederum an MS-Acsess 2003, den Listen- oder Datenbankeditor habe ich aber nicht getestet, dafür müßte man sich länger mit dem Modul beschäftigen.
Das Modul Formel (Math) ist das Modul von LibreOffice zum Erstellen von Formeln. MATH hilft Ihnen, Formeln in allen anderen Modulen sinnvoll und korrekt darzustellen. So kann eine Formel mit freien Variablen erstellt werden und die Variablen können dann z.B. in Excel gefüllt werden.
Fazit:
Das Libre Office Programmpaket ist klar für die Umsteiger von älteren Office Versionen gedacht. Die Optik entspricht in etwa dem MS-Office 2003 Design. Der Funktionsumfang ist für eine freie Software sehr mächtig und reicht für den “normalen” Büroalltag zu Hause oder in kleineren Unternehmen vollkommen aus. Leider steht ein E-Mail Client nicht zur Verfügung, das würde das Paket m.E. fast perfekt machen. Wenn ich schon MS-Office 2010, oder höher einsetze, ist die Umgewöhnung an die andere Bedienoberfläche doch erheblich. Eine Alternative zu MS-Office 365 ist es m.E. nicht, weil die Programmpakete von Office 365 noch etwas mehr Umfang haben, u.a. durch MS-Outlook, Publisher und Note. Auch ist das Konzept von MS-Office 365 ein anderes, z.B. der Updateservice und die Zusammenarbeit von mehreren Nutzern über Online Speichermedien.
Den vollen Funktionsumfang finden Sie in den verschiedenen Online Handbüchern ausführlich erklärt, leider größtenteils in englischer Sprache.
Falls Sie nach einer Extension (Erweiterung oder Templates) für Ihr LibreOffice suchen, gehen Sie zu http://extensions.libreoffice.org.
Andere Alternativen zu MS-Office:
Open Office – Funktionsumfang und Design fast identisch mit Libre Office
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