LibreOffice – die MS Office Alternative ?

von Frank Hückinghaus am 30/04/2013

in Office-Tipps, Software

libre officeDie bekannsteste kostenlose Alternative zu den MS-Office Paketen ist zweifellos Libre Office, der Nachfolger von Open Office. Gut, Nachfolger ist nicht ganz richtig, weil es Open Office noch weiter gibt, aber viele Entwickler scheinen auf Libre Office umzuschwenken. Die Zukunft von Open Offcie scheint daher ungewiss. Die Funktionen und das Design sind aber fast identisch.
Libre Office ist eine freie Open Source Software und ist daher kostenlos im Gebrauch.  Außerdem können sich Software-Entwickler an der Entwicklung der Software beteiligen, oder auch Erweiterungen (Templates) programmieren. Die Software habe ich mir auf den PC geladen und getestet. Die Dokumentation steht (noch) größtenteils in englischer Sprache als PDF Download Files zur Verfügung.
Eignet sich das Programmpaket von Libre Office  als Alternative zu Office 2013 bzw. Office 365 ?

Das Herunterladen der knapp 200 MB von der Homepage  des Herstellers und die Installation  verlaufen unproblematisch ab.  Nach der Installation stehen sechs verschiedene Programmmodule zur Verfügung. Im einzelnen sind das ein Text-, Tabellen-, Präsentations-, Zeichen-, Datenbank- und Formelmodul.
Ein E-Mail Modul, das MS-Outlook ersetzen könnte steht leider nicht zur Verfügung.
Das Design des Text- und Tabellenmoduls, (genannt Writer und Calc) erinnert stark an die Oberfläche von MS Office 2003 bzw. an Open – Office. Die neue Bedienstruktur der Version 2010 bzw. 2013 sucht man vergeblich, was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muß. Umsteiger von Office 2003 finden sich hier schneller zurecht, als in den neuen Bedienstrukturen von MS Office 2010/2013. Auch das Präsentionsmodul, (genannt Impress) erinnert stark an MS-Powerpoint 2003, die zahlreichen Vorlagen wie Tabellen, Layouts und Animationsmöglichkeiten gefallen mir gut.
Das Zeichenmodul (Draw) erinnert mich so an eine Mischung aus MS-Publisher und MS- Draw mit einem durchaus üppigen Funktionsumfang. So ist es möglich, einzelne Folien zu erstellen, Audiodateien einzubinden und neben dem Export in alle üblichen Grafik-Formate ist auch der Direktexport ins PDF  Format möglich.  Der PDF Export ist übrigens in allen Modulen möglich.

Libre office

Menüleiste aus Writer

Das Datenbankmodul (BASE) unterstützt erfreulicherweise einige Datenbankformate wie MySQL, PostgreSQL, Microsoft Access oder die in BASE integrierte HSQL-Datenbank. Der Bedienung erinnert wiederum an MS-Acsess 2003,  den Listen- oder Datenbankeditor habe ich aber nicht getestet, dafür müßte man sich länger mit dem Modul beschäftigen.

Das Modul Formel (Math) ist das Modul von LibreOffice zum Erstellen von Formeln. MATH hilft Ihnen, Formeln in allen anderen Modulen sinnvoll und korrekt darzustellen.  So kann eine Formel mit freien Variablen erstellt werden und die Variablen können dann z.B. in Excel gefüllt werden.

 

Fazit:

Das Libre Office Programmpaket ist klar für die Umsteiger von älteren Office Versionen gedacht. Die Optik entspricht in etwa dem MS-Office 2003  Design. Der Funktionsumfang ist für eine freie Software sehr mächtig und reicht für den “normalen” Büroalltag zu Hause oder in kleineren Unternehmen vollkommen aus. Leider steht ein E-Mail Client nicht zur Verfügung, das würde das Paket m.E. fast perfekt machen. Wenn ich schon MS-Office 2010, oder höher einsetze, ist die Umgewöhnung an die andere Bedienoberfläche doch erheblich. Eine Alternative zu MS-Office 365 ist es m.E. nicht, weil die Programmpakete von Office 365 noch etwas mehr Umfang haben, u.a. durch MS-Outlook, Publisher und Note. Auch ist das Konzept von MS-Office 365 ein anderes, z.B. der Updateservice und die Zusammenarbeit von mehreren Nutzern über Online Speichermedien.

Den vollen Funktionsumfang finden Sie in den verschiedenen Online Handbüchern ausführlich erklärt, leider größtenteils in englischer Sprache.

Falls Sie nach einer Extension (Erweiterung oder Templates) für Ihr LibreOffice suchen, gehen Sie zu http://extensions.libreoffice.org.

Andere Alternativen zu MS-Office:

Open Office – Funktionsumfang  und Design fast identisch mit Libre Office

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Das Handy hat Geburstag

von Frank Hückinghaus am 18/04/2013

in Allgemein

Altes Handy - Mobiltelefon Urahn

C-Netz Telefon

Vor ein paar Tagen feiert das Handy seinen 40 ten Geburtstag.
Was für eine Erfolgsgeschichte! Am 3.April 1973 führte der Motorola-Ingenieur Martin Cooper in New York das erste Handy-Gespräch – mit einem “Motorola Dynatac”, das wegen seiner großen Batterie und anderer Bauteile etwa ein Kilogramm schwer war und eine Betriebszeit von 20 Minuten hatte. Die in der nebenstehenden Abbildung gezeigten Handy’s  sind da schon wesentlicher fortschrittlicher, ich schätze die kamen so Mitte der 80 er Jahre auf den Markt.  Noch Ende der 80er Jahre waren Handy fast nur in Autos eingebaut und ein teures Vergnügen, sowohl von der Anschaffung als auch von den Gebühren her.  Telefoniert wurde über das analoge C-Netz, was von der Qualität eher an Funkgespräche, als an heutige Telefongespräche erinnert. Im Juli 1992 führte Telekom (D1) und Mannesmann (D2) das digitale Netz ein, von dann ging es rasant weiter. Ende des Jahres 1992 gab es immerhin schon fast 1. Millon Handynutzer, damals kostete ein Endgerät ca. 3000,-DM.
1994 kam dann, quasi als Nebenprodukt gedacht, ein Textdienst (SMS) auf den Markt. Ich denke die Netzbetreiber haben den Ansturm komplett unterschätzt, was sollte man mit 160 Zeichen auch anfangen(?), heute sind wir alle schlauer:-). Gerade junge Leute nutzten diesen Dienst, heute allerdings zunehmend über Dienste die über das Internet angeboten werden, z.B. über die App Whatsapp (siehe Artikel).  Im Jahre 1997 kamen dann die ersten Prepaid Anbieter auf den Markt und das telefonieren wurde für jeden, auch ohne Laufzeit-Vertrag, erschwinglich.

Foto: picture-alliance/dpa

 

Die ersten Versuche in Richtung mobiles Internet entstanden 1997 mit dem WAP Dienst (Wireless Application Protocols), so der richte Renner wurde der Dienst aufgrund der langsamen Übertragung aber nicht. Bildübertragungen waren kaum möglich, geschweige denn vernünftig im Internet zu surfen. Das änderte sich dann mit UMTS, dass 2004 eingeführt wurde und wofür der Staat 50 Millarden Euro an Lizenzgebühren von den Netzbetreibern erhielt. Hier waren Übertragungsraten möglich die an DSL Geschwindigkeiten erinnern.
Steve Jobs eröffnete dann 2007 mit dem Iphone das heutige Handy Zeitalter und den heutigen Zeitgeist. Das flache Smartphone mit einem großen, berühungsempfindlichen Bildschirm und mit Gesten zu bedienen stelle eine Revolution dar. Das Handy verkauft sich bis heute, in der fünften Generation, wie geschnitten Brot.

Allerdings gibt es seit einigen Jahren auch starke Konkurrenz durch das Betriebssystem Android und vor allem durch  die Geräte von Samsung. Die Einführung des Betriebssystems IOS bzw. Android mit der Möglichkeit für alle Lebenslagen und Anforderungen Apps herunterladen zu können, brachte noch zusätzlichen Schwung in den Markt und veränderte unsere Art der Nutzung des Computers.


Der Trend geht immer mehr zu mobilen Nutzung des Internets und der Kommunikation über Chats, etc. Der klassiche Standcomputer zu Hause verliert, zumindest in privaten Haushalten, seine Bedeutung.

Abschliessend noch eine beeindruckende Grafik zur Entwicklung des Mobilfunkmarktes, die die Erfolgsgeschichte des Handy’s in Zahlen fasst.

Grafik_Datenvolumen

 

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